März hatte ein in Görlitz ansässiger Immobilienmakler das Gebäude im Zuge der Zwangsversteigerung für 25 000 Euro erworben. Nunmehr soll das Mindestgebot bei 35 000 Euro liegen - falls ein entsprechendes Gebot abgegeben wird, zweifellos kein schlechtes Geschäft für den Eigentümer.
Empört äußerte sich der Uhyster Bürgermeister über die Ausstrahlung eines Radiointerviews am vergangenen Mittwoch, das er bereits im Vorfeld der Zwangsversteigerung Anfang März gegeben hatte. „Die damals getroffenen Aussagen sind zum jetzigen Zeitpunkt völlig irrelevant“ , betonte er. Damals habe er die Hoffnung geäußert, dass der Zuschlag für den Erwerb des Schlosses an das Landratsamt gehen möge und damit der Weg für eine künftige museale Nutzung bereitet würde. „Von der nunmehr bevorstehenden erneuten Versteigerung habe ich nichts gewusst und mich auch nicht dazu geäußert“ , versicherte Helmut Knobloch. Er fühle sich von dem Radiosender gelinkt und erwäge rechtliche Schritte.
Die Versteigerung am 23. Mai erfolgt im Rahmen der Sommerauktion der Sächsische Grundstücksauktionen AG. Das Uhyster Schloss wird im Auktionskatalog als „insgesamt sanierungsbedürftig“ bezeichnet. Es seien keine funktionsfähigen Heizungs- und Sanitäranlagen vorhanden. Einige historische Ausstattungsdetails, wie Gewölbedecken, Wappen und Ornamente sowie Parkettfußböden hätten jedoch die zahlreichen Umbauten überdauert.