"Wir werden tun, was immer nötig ist, um zu verhindern, dass das passiert." Seit mehr als zwei Wochen versuchen IS-Kämpfer, die Stadt an der Grenze zur Türkei einzunehmen.

Das Parlament in Ankara hatte am Donnerstag einen Militäreinsatz im Irak und Syrien zum Schutz der Landesgrenze bewilligt. Mehr als 160 000 Syrer, die meisten von ihnen Kurden, sind seit den Angriffen auf Kobane (Arabisch: Ain al-Arab) in die Türkei geflohen. Gegen den IS kämpfen im syrisch-türkischen Grenzgebiet weiter kurdische Volksschutzeinheiten, sie stehen der in der Türkei verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK nahe.

Entsprechend hatte sich der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu dagegen ausgesprochen, Waffenlieferungen an die PKK zuzulassen. Der in türkischer Haft sitzende PKK-Chef Abdullah Öcalan hat indes gewarnt, dass ein Massaker in Kobane auch den Friedensprozess der Kurden mit Ankara beenden würde.