Die Erlaubnis zur Stationierung der fremden Truppen, die "im Rahmen der internationalen Legitimität" zu erfolgen habe, soll für sechs Monate gelten, heißt es in dem Beschluss, der gestern dem türkischen Parlament zugeleitet wurde. Gegen die Zusicherung von sechs Milliarden Dollar Direkthilfe und Kreditzusagen über 20 Milliarden Dollar hatte das türkische Kabinett am Montagabend die Stationierung von US-Truppen grundsätzlich gebilligt.
Das letzte Wort hat das türkische Parlament, das voraussichtlich heute über die US-Bodentruppen und die Öffnung von Stützpunkten und Häfen beraten wird. Vor der Abstimmung im Parlament will sich die Regierung zunächst der Unterstützung der eigenen Abgeordneten versichern. Dafür wurde eine Fraktionssondersitzung der regierenden Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei (AKP) anberaumt. Einen Fraktionszwang werde es nicht geben, versicherte der AKP-Vorsitzende Recep Tayyip Erdogan.
Die meisten Türken sind gegen einen Krieg im Irak. (dpa/kr)