Das sei ein "Angriff auf die Meinungsfreiheit". Die Türkei habe bei der EU in Brüssel sogar mit Abbruch der Beitrittsverhandlungen gedroht.

Die zuständige Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur bei der EU-Kommission stehe weiter zu dem Projekt, berichteten die "Dresdner Neuesten Nachrichten". Die Agentur hat laut Rindt der türkischen Seite aber insofern nachgegeben, dass sie Informationen zu "Aghet" auf ihrer Internetseite entfernte. "Das finden wir nicht gut. Sie wollten, dass niemand davon erfährt und dass die Begriffe Genozid und Völkermord getilgt werden", sagte Rindt. Für die Musiker namhafter europäischer Orchester sei so eine "Entschärfung" inakzeptabel.

Das Projekt, das im November 2015 in Berlin Premiere hatte und auch in Istanbul gastieren soll, sieht Rindt aber nicht in Gefahr. "Ich glaube nicht, dass unsere Agentur einknickt."