Tschernobyl-Veteranen treten in Hungerstreik

Die Proteste von Tschernobyl-Veteranen gegen die Sparpolitik der ukrainischen Regierung reißen nicht ab. In Donezk im Südosten des Landes seien 41 sogenannte Liquidatoren in einen Hungerstreik getreten, berichtete die ukrainische Nachrichtenagentur Unian am Dienstag. Seit Wochen machen Männer und Frauen, die 1986 die Folgeschäden am Katastrophenreaktor von Tschernobyl beseitigten, ihrem Unmut über Kürzungen ihrer Zusatzrenten Luft. Die Neuregelungen traten am 1. November in Kraft und sind Teil eines Sparpakets der Regierung von Präsident Viktor Janukowitsch.

Griechenland geht gegen Steuersünder vor

Die neue griechische Regierung meint es mit der Bekämpfung der Steuerhinterziehung ernst. Steuerfahnder haben am Dienstag einen der bekanntesten griechischen Industriellen festgenommen. Der 47 Jahre alte Unternehmer schulde dem Staat 2,3 Millionen Euro, berichtete die griechische Presse. Weitere Festnahmen stünden bevor, hieß es aus Kreisen der Steuerfahndung.

Afghanen streiten über Bündnis mit den USA

Mehr als 2000 Delegierte sollen vom heutigen Mittwoch an auf einer großen Ratsversammlung in Kabul über eine strategische Partnerschaft Afghanistans mit den USA beraten. Zweites Thema der Loja Dschirga knapp drei Wochen vor der Afghanistan-Konferenz in Bonn ist der Friedensprozess mit den radikal-islamischen Taliban, der keinerlei Fortschritte macht.

Berlusconis Partei unterstützt Monti

Der designierte italienische Ministerpräsident Mario Monti hat sich bei den Bemühungen um eine Regierungsbildung die Unterstützung der Partei seines Amtsvorgängers gesichert. „Wir arbeiten für das Wohl Italiens“, sagte der Chef der Berlusconi-Partei PdL (Volk der Freiheit), Angelino Alfano, am Dienstag. Die von Italien der EU gegenüber eingegangenen Reform-Verpflichtungen sollten dabei die Grundpfeiler des Regierungsprogramms sein.

Plädoyer gegen Exekution in Minsk

Der Verteidiger des mutmaßlichen Drahtziehers eines Bombenattentats in Minsk hat am Dienstag in seinem Plädoyer darum gebeten, die Todesstrafe auf seinen Mandanten Dmitri Konowalow nicht anzuwenden. Am Vortag hatte die Staatsanwaltschaft diese gefordert.