Sie ist Goethes „Faust I“ entlehnt und leicht modifiziert. Nomen est Omen (Der Name ist ein Zeichen) ist ein lateinisches Sprichwort und sagt genau das Gegenteil aus. Was aber ist nun richtig?

Was manche Eltern ihren Kindern mit tiefgründig ausgewählten Vornamen antun – wir hüllen den Mantel des Schweigens darüber. Andere wieder haben ein Gespür dafür, dass ein Name durchs Leben trägt.

Namen von Automodellen haben ein geringeres Verfallsdatum. Doch mit falschem Namen droht ein Flop. So stinken Elektroautos zwar nicht wie Benziner oder Diesel – beim Mitsubishi „imiev“ würde man anhand des Namens nicht darauf kommen.

Einiges kann auch schief gehen, wenn man sich in den Höhen des eigenen Anspruchs verliert. So witzelten zu DDR-Zeiten Spötter über die „Ikarus“-Busse aus Ungarn. Schließlich stürzte der griechische Sagenheld beim Flugversuch ab. Beim VW „Phaeton“ handelt es sich um den Sohn des Sonnengottes Helios, der den Himmelswagen seines Vaters bei einer Spritztour zu Klump fuhr. Und Fiat musste lernen, dass „Uno“ im Finnischen für Trottel steht. Aber wer will ein solcher sein.