Die wenigen Regenfälle der vergangenen Tage haben gegen die Trockenheit in Brandenburg kaum etwas ausrichten können. In vielen Regionen ist die Waldbrandgefahr weiter hoch. Auch die Flüsse führen immer noch Niedrigwasser. An der Oder sinken die Pegel derzeit sogar weiter, sagte eine Sprecherin des Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde am Donnerstag.

Vor allem im Osten Brandenburgs, etwa in Barnim, Märkisch-Oderland und im Raum Cottbus, gilt immer noch die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe vier, wie eine Sprecherin des Referats Forstwirtschaft im Umweltministerium sagte. Hier habe es sehr viel weniger geregnet als in westlichen Landkreisen wie Teltow-Fläming oder Havelland. Dort sei stellenweise viel Wasser vom Himmel gekommen, umso geringer sei die Waldbrandgefahr.

"In einigen Regionen geht sie aber auch schon wieder hoch", fügte die Sprecherin hinzu. Nötig sei einfach mehr Regen. Immerhin gilt nirgends mehr die Warnstufe fünf, die das Land in der vergangenen Woche für zwölf der 14 Landkreise ausrufen musste.

Auch Flüsse haben kaum vom Regen profitiert. Am Elbepegel Wittenberge wurde am Donnerstagnachmittag eine Wasserhöhe von 118 Zentimetern gemessen. Das sind zwar 20 Zentimeter mehr als noch vor zehn Tagen, der Wert liegt aber deutlich unter dem für das Mittlere Niedrigwasser, teilte die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung mit.

Noch schlimmer ist es an der Oder. "Die Pegel sinken immer noch", sagte eine Sprecherin des Schifffahrtsamtes. An der Messstation Frankfurt (Oder) sei der Wasserstand auf 92 Zentimeter gesunken. Für die Schifffahrt habe das weitreichende Folgen. Bei einer solchen Wasserhöhe könnten nur noch Schiffe mit einem Tiefgang von maximal 50 Zentimetern fahren. Das gelte eigentlich nur für Sportboote.