Die Nachwuchshandballer waren suspendiert worden, weil sie im Verdacht stehen, zwei 13- und 14-jährige Mitschüler missbraucht zu haben.

Dass Täter und Opfer in der Schule aufeinandertreffen, sei „nicht auszuschließen“, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums. Die Gefahr sei gering, weil sie in unterschiedlichen Klassenstufen und Trainingsgruppen seien. „Wir können aber keine Wege festlegen“, sagte er. Gegen einen Schulverweis der mutmaßlichen Täter hatte sich die Gesamtlehrerkonferenz entschlossen.

Die beiden 16-Jährigen sollen sich Ende September in dem Potsdamer Internat an den zwei Mitschülern vergangen haben. Die Jugendlichen waren geständig, die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt gegen sie. Obwohl sich die Opfer Betreuern anvertrauten, wurde der Vorfall erst zwei Wochen später durch Strafanzeigen der Eltern und des Wohnheimträgers bekannt. Die gesamte Führungsriege des Internats sowie ein Trainer wurden daraufhin zunächst suspendiert und eine Übergangsleitung eingesetzt.