In einer von der Presseabteilung des Unternehmens übermittelten schriftlichen Stellungnahme wird bestritten, dass Kellnern und Köchen mit abgeschlossener Berufsausbildung Anstellungsverträge mit einem Niedriglohn von 800 Euro brutto angeboten wurden. Die Gehälter würden sich „an den für die Gastronomie geltenden Tarifen“ orientieren. Zudem wird darauf verwiesen, dass Arbeitsverträge über eine 40-Stunden-Woche „in der Gastronomie eher komfortabel“ seien. In Berlin würden meistens nur Stundenverträge abgeschlossen.
Ausführlich wird auf das im Beitrag beschriebene Provisionsmodell eingegangen, dessen Konditionen im Vertrag nicht näher erläutert gewesen sein sollen. "Ein solches Provisionsmodell werde erarbeitet", heißt es in der Stellungnahme. Gegenwärtig gebe es wegen der bargeldlosen Zahlungsweise bei Tropical Islands mit der Abbuchung von Ausgaben für Speisen, Getränke und andere Leistungen über Chips „keine leistungsbezogenen Trinkgeldzahlungen an Servicekräfte“ .
Dieser systembedingte Nachteil solle durch eine Provisionsregelung ausgeglichen werden. „Diese wird so ausgerichtet, dass ein Kellner bei normalen Arbeitseinsatz auf sein altes Gehalt kommt“ , bekräftigt Tropical Islands. Gebe sich der Mitarbeiter besonders viel Mühe und zeige besonderen Einsatz, könne er sein Gehalt auch deutlich verbessern. „Bis zur Einführung des neuen Provisionsmodells werden aber die alten Gehälter gezahlt“ , wird versichert. Schließlich lebe Tropical Islands von der Motivation seiner Mitarbeiter. Bei jeder Vertragsverlängerung werde diese Provisionsregelung in einem persönlichen Gespräch erläutert. Vorschläge, sich einen Zweitjob zu besorgen, würden nicht gemacht. So etwas entspreche „nicht der Meinung des Unternehmens Tropical Islands“ . Vielmehr verweist das Unternehmen darauf, dass „Tropical Islands ungelernten Kellnern bzw. Quereinsteigern eine Chance gegeben und diese im Job ausgebildet hat“ . (Eig. Ber./sw)