Von Bodo Baumert

Der trockene Sommer hält die Lausitz weiter in Atem. Behörden sprechen von einer „sehr angespannten Lage“, Forscher von einer „außergewöhnlichen Dürre“. Abzulesen ist das an den Pegeln der Flüsse. Die Elbe liegt bei Torgau über einen Meter tiefer als normal und führt nur noch ein Drittel der im Mittel üblichen Wassermenge. Ähnlich sieht es an der Neiße aus. „Die Schwarze Elster leidet besonders unter der Trockenheit. Ihr Flussbett ist oberhalb von Senftenberg kilometerweit ausgetrocknet“, teilte das Landesumweltamt am Mittwoch nach einer Sitzung der Arbeitsgruppe „Extremsituation“ mit.

Spree profitiert von Talsperren

An der Spree in Cottbus ist der Pegel noch nahe der Normalwerte, allerdings nur, weil aus den Talsperren massiv Wasser zugeführt wird.In der Talsperre Spremberg liegt die Füllmenge in der Folge bereits rund acht Millionen Kubikmeter unter dem Mindestwert. Die Bestände reichen laut Kurt Augustin, Leiter der Abteilung im Umweltministerium, für weitere 30 bis 40 Tage. Zusätzlich habe man das aus Sachsen zugesicherte Kontingent noch nicht ausgeschöpft. „Ich bin zuversichtlich, dass wir damit über die nächsten zwei bis drei Monate kommen“, so Augustin.

Entnahmeverbote in Brandenburg bleiben in Kraft

Die Entnahmeverbote, die die Landkreise erlassen haben, bleiben allerdings weiter in Kraft – und könnten notfalls ausgeweitet werden. Forscher des Helmholtz Zentrums für Umweltforschung stufen die Situation ähnlich dramatisch ein. Ihr Dürremonitor weist für weite Teile der Lausitz die höchste Alarmstufe aus. Eine „außergewöhnliche Dürre“ sei in den Böden zu verzeichnen.

Brandenburg sehr stark betroffen Geht Deutschland das Wasser aus?

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