Beim Gespräch mit Verteidigungsminister Amir Perez heute in Jerusalem verwies Steinmeier dabei auf die Notwendigkeit eines "starken, souveränen und demokratischen Libanon" für eine Friedenslösung im Nahen Osten. Als möglichen Beitrag zur Stärkung des Libanon wertet der Minister die Entscheidung der libanesischen Regierung, 15 000 eigene Soldaten in den Süden des Landes zu schicken.In Jerusalem trifft Steinmeier auch seine Amtskollegin Zipi Liwni und Ministerpräsident Ehud Olmert. Ein für morgen geplantes Treffen mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas wurde wegen Terminschwierigkeiten auf palästinensischer Seite verschoben. Der Rückflug nach Berlin ist deshalb bereits am Abend vorgesehen.

Bei den Gesprächen in Israel dürfte auch Olmerts ausdrücklicher Wunsch nach einer deutschen Beteiligung an einer internationalen Friedenstruppe im Südlibanon eine Rolle spielen. Laut der heutigen Ausgabe der "Jerusalem Post" gibt es im israelischen Außenministerium Bedenken dagegen. Es werde unter anderem ein Szenario gefürchtet, in dem ein deutscher Soldat versehentlich auf einen israelischen schieße oder umgekehrt, schreibt das Blatt unter Berufung auf offizielle Quellen.