Am heutigen Freitag vor 70 Jahren wurde Lavi in Haifa im heutigen Israel geboren.

Schon früh holt der erste Zufall sie heraus aus der deutschen Gemeinde, in der sie aufwächst: Als Zehnjährige lernt Lavi Schauspieler Kirk Douglas kennen, der gerade einen Film in Israel dreht. Er ermöglicht dem Mädchen eine Ballettausbildung in Stockholm. Doch der Traum von der Primaballerina platzt - für eine Ballett-Karriere ist das schlanke Mädchen mit den dunklen Haaren zu groß. Das unverschuldete Scheitern ihrer Laufbahn als Tänzerin war für sie die "größte Enttäuschung" ihres Lebens.

Zurück in Israel modelt die junge Lavi, einem Filmproduzenten gefällt das Bild der 17-Jährigen - mit Zufall Nummer zwei beginnt die Karriere als Schauspielerin. Zwischen 1960 und 1971 ist sie in rund 40 Filmen zu sehen. Sie spielt als Squaw Paloma neben Lex Barker in "Old Shatterhand" und arbeitet mit großen Schauspielern wie Yul Brynner, Dean Martin oder Curd Jürgens. Im Jahr 1969 beginnt außerdem ihre Karriere als Sängerin - wieder mit einem Zufall. Ein Freund bietet ihr an, israelische Songs in seiner Sendung im britischen Fernsehen zu singen. Wenig später bekommt sie ihren ersten Plattenvertrag.

Die Schöne mit den melancholischen, dunklen Augen singt auch auf Italienisch, Französisch und Spanisch, aber im Deutschland der 70er- und 80er-Jahre feiert sie die größten Erfolge.

1995 zieht sich Daliah Lavi aus der deutschen Öffentlichkeit vorerst zurück - bis 2008 in der ZDF-Show "Willkommen bei Carmen Nebel" ein kleines Comeback beginnt, das gleichzeitig der Abschied werden soll. "Ich glaube wirklich, dass es mein letztes Mal ist", sagt sie über ihr Abschieds-Album "C'est la vie" und hält sich daran. "Sie lebt in erster Linie mit der Familie und für die Familie", berichtet ihr deutscher Manager Wolfgang Kaminski. Er ist zur Geburtstagsfeier in die USA gereist, wo Daliah Lavi mit ihrem vierten Ehemann, dem US-Industriellen Charles Gans, lebt.