-Afra-Kirche versammelten sich dazu am Samstagvormittag rund 140 Menschen, wie der Meißener Superintendent Andreas Stempel sagte. Stempel sprach von einer bewegenden Trauerfreier, die durch Pfarrer der St.-Afra-Gemeinde und Mitglieder der christlichen Pfadfinderschaft in Meißen ausgestaltet wurde. Siegbert Stocker hatte 2006 die christliche Pfadfinderschaft in Meißen gegründet und aufgebaut. Zusammen mit einem anderen Entwicklungshelfer kehrte der 69-jährige Stocker im August von einer Wanderung nahe Kabul nicht mehr zurück.

Schlechtes Wetter verhagelt Freibadsaison

Die Besucherzahlen in den sächsischen Freibädern sind wegen des schlechten Sommerwetters im Vergleich zu den Vorjahren auf breiter Front eingebrochen. Laut einer Umfrage kamen in Leipzig in diesem Jahr lediglich 98 250 Gäste, nachdem es im Vorjahr mehr als 150 000 gewesen waren. In Dresden wurden in den Freibädern 210 400 Besucher gezählt, ein Rückgang von rund 46 000 im Vergleich zum Vorjahr. In den vier Chemnitzer Freibädern ging die Zahl der Besucher um 35 Prozent auf 69 790 zurück.

Keine Hast bei Bau von Chemnitzer Bibliothek

Sachsen will den Bau der neuen Zentralbibliothek für die Technische Universität Chemnitz nicht überstürzen. Der Umbau der Alten Aktienspinnerei müsse in das gesamte Stadtentwicklungskonzept eingebunden werden, sagte Finanzminister Georg Unland (CDU) am vergangenen Wochenende bei der Unterzeichnung des Kaufvertrags. „Wir wollen keinen Solitärbau“, fügte er hinzu. Nach seiner Schätzung wird die Planung bis 2013 reichen.

Namen von Kriegstoten in Thüringen ermittelt

Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten hat die Namen von bislang 110 unbekannten Kriegstoten aus Ostthüringen ermittelt. Es handelt sich um sowjetische Gefangene, die im Leinawald bei Nobitz (Altenburger Land) begraben wurden, teilte die Stiftung in Dresden mit. Nach den Recherchen ihrer Dokumentationsstelle sind unter den Toten Russen, Weißrussen, Ukrainer, Tartaren, Aserbaidschaner und Armenier.

Sachsens Kirche ehrt Mühlenberg

Sachsens evangelische Landeskirche hat den vor 300 Jahren geborenen Gründer des amerikanischen Luthertums, Heinrich Melchior Mühlenberg (1711-1787), geehrt. Knapp 300 Menschen gedachten am Sonntag in einem Gottesdienst in Großhennersdorf (Landkreis Görlitz) seiner Verdienste, wie Pfarrer Alexander Wieckowski bestätigte. Unter Teilnehmern waren auch Gäste aus den USA. Nach Angaben des Dresdner Landeskirchenamts legte Mühlenberg vor über 250 Jahren den Grundstein für die lutherische Kirche in Nordamerika.