An der Trauerfeier mit Angehörigen beteiligen sich nach Angaben der evangelischen Kirche auch Medizinstudenten, die in einem Präparationskurs an den Körpern der Verstorbenen forschen und lernen konnten. Die Beisetzung auf dem Trinitatisfriedhof mit Gebet, Segen, Musik und anschließendem Gedenken wird vom evangelischen Seelsorger am Universitätsklinikum, Pfarrer Nikolaus Krause, und dem Direktor des Instituts für Anatomie der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden, Professor Richard Funk, geleitet. "Damit setzt die Forschung in Dresden auf einen bewusst anderen Umgang mit Verstorbenen als das Plastinarium in Guben", sagte Klinikseelsorger Krause.
In Dresden hätten die Verstorbenen mit ihren Körpern der Wissenschaft gedient, doch nun solle mit der Beisetzung "ein dankbarer Abschluss für alle Beteiligten" gefunden werden, so Krause. "Niemand soll namenlos von der Erde gehen", fügte er hinzu.
Für Studenten könne die Trauerfeier auch eine Hilfe sein, ihre Erfahrungen mit den Leichen zu verarbeiten. In Dresden werden Gedenkfeiern für Körperspender regelmäßig einmal im Jahr an einer dafür angelegten Sammelgrabstelle abgehalten. (epd/mb)