Der 39-jährige Bundespolizist galt als erfahren. Für die Bundesregierung hatte er bereits in mehreren Krisengebieten gearbeitet - gefährliche Situationen war er gewohnt. Auf einer Dienstfahrt wurde er vor wenigen Tagen von Unbekannten ohne erkennbares Motiv im Jemen erschossen.

In einer bewegenden Trauerfeier haben am Mittwoch mehrere Hundert Bundespolizisten und seine Familie in Potsdam Abschied von ihrem Kollegen genommen. Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, würdigte den 39-Jährigen als hoch professionellen Kollegen, dessen Andenken wachgehalten werde. "Er hinterlässt eine große Lücke." In der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche St. Peter und Paul zeigte ein Schwarz-Weiß-Foto den Polizisten, der am 6. Oktober in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa erschossen wurde.

Der Altar war mit Kränzen geschmückt. Auch die Eltern, die ihren einzigen Sohn verloren, die Verlobte und Freunde des Mannes waren gekommen. Am Donnerstag soll er beigesetzt werden. Der Bundespolizist war in Sanaa als Personenschützer für die deutsche Botschafterin Carola Müller-Holtkemper zuständig. Die tödlichen Schüsse fielen, als er in einem Supermarkt Lebensmittel kaufen wollte. Wer hinter der Tat steckt, ist unklar.

Au ßenminister Guido Westerwelle (FDP) und Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatten dem Toten bereits nach der Überführung am Flughafen in Berlin die letzte Ehre erwiesen .