Die Sanierung will die Druckerei selbst in die Hand nehmen. Es sei noch nicht das Ende des Unternehmens, sondern die Möglichkeit, das Überleben der Druckerei langfristig zu sichern, sagte OAN-Sprecher Jörg Nolte am Freitag. Die Chancen dafür stünden gut, die Auftragslage sei durchaus stabil.

Offizin Andersen Nexö sowie ihre Tochtergesellschaften beschäftigen rund 600 Mitarbeiter. Auch für die Töchter Messedruck Leipzig GmbH und Leipziger Kunst- und Verlagsbuchbinderei GmbH seien bereits am 27. Dezember Insolvenzanträge beim Amtsgericht Leipzig gestellt worden, hieß es. Beim Gericht war am Freitagnachmittag niemand mehr für eine Bestätigung zu erreichen.

Die Druckhäuser hätten seit Längerem mit dem Abwärtstrend in der Branche zu kämpfen gehabt. Zudem sei ein Großkunde ausgefallen, was die Liquidität der Unternehmensgruppe belastet habe. Die Insolvenz biete Chancen, Offizin Andersen Nexö finanziell zu entlasten. Zum Beispiel erhielten die Mitarbeiter jetzt Insolvenzgeld.