"Jährlich kommen fast fünf Millionen Gäste in das Unesco-Biosphärenreservat", berichtete Stephan, der im Vetschauer Ortsteil Raddusch (Oberspreewald-Lausitz) tätig ist. Für das vergangene Jahr rechnet er bei den gewerblichen Übernachtungen mit einer Zunahme von fünf Prozent auf 1,15 Millionen Besucher. Endgültige Zahlen lägen erst im Frühjahr vor. "Wir wissen natürlich, dass ein Aufenthalt im Spreewald anders ist als ein Urlaub auf der Mittelmeer-Insel Mallorca oder an der Adria." "Deshalb haben wir für den Spreewald als Kommunikationsschwerpunkte die Themen Natur, Kultur und Gesundheit definiert." So wolle man nach dem Konzept die Klassifizierung der Hotels und Pensionen verbessern. "Bis 2012 soll sich die Zahl dieser Häuser mit Sternen auf durchschnittlich 60 Prozent verdoppeln", kündigte Stephan an. "Bei den kleinen Vermietern wollen wir diese Zahl von 51 Prozent sogar auf 75 Prozent erhöhen." In dem Konzept sei auch vorgesehen, für die Kahnfährleute und Bootsführer ein Qualitätssiegel einzuführen. Außerdem benötigt der Spreewald nach Ansicht von Stephan dringend einen Masterplan für den Wassertourismus. Dazu liefen Gespräche mit der Landesregierung. "Es gibt bisher 65 Anträge von gewerblichen und öffentlichen Trägern zu Investitionen in der Region zwischen der Spremberger Talsperre und dem Spreewald."