"Der Austausch über neue Formen des Qualitätsmanagements im Tourismus wird ein Schwerpunkt der Internationalen Tourismus Börse (ITB) sein", sagte der Direktor des Verbands, Manfred Böhme. Weitere Themen werden mögliche Auswirkungen eines drohenden Irak-Krieges und das Krisenmanagement nach der Jahrhundertflut sein.
Die Qualität des Tourismus in Sachsen soll vor allem durch eine regelmäßige Überprüfung aller Einzelbereiche gesteigert werden. "Die Kontrolle umfasst die gesamte touristische Leistungskette, vom Hotelanbieter über die Touristinformation bis zum Verkehrsträger", sagte Böhme. Die Tourismusbörse ist der weltgrößte Umschlagplatz für touristisches Know How, von dem der Verbandschef Hilfe und Ideen für die Entwicklung des Tourismus im Freistaat erwartet.
"Nach dem Hochwasser steckt Sachsen in einem Aufholprozess, dessen Grundvoraussetzung die kurzfristige Wiederherstellung der zerstörten Infrastruktur ist." Zudem seien aber auch neue Konzepte notwendig, um den Freistaat wieder zu stärken.
Sachsen habe schon wegen seiner schlechten Wirtschaftslage bis zum Sommer 2002 starke Einbußen im Tourismus zu verzeichnen gehabt. "Die Hochwasserkatastrophe verstärkte die Einbrüche in der Branche aber noch um ein Vielfaches", sagte der Tourismusexperte. Besonders stark betroffen vom Ausbleiben der Urlauber seien Tourismuszentren des Elbtals. Mit bis zu 45 Prozent geringerer Auslastung der Unterkünfte in der Region in den Monaten August und September hätten zahlreiche Hotels am Rande des Ruins gestanden. Nur eine rasche Verbesserung der wirtschaftlichen Situation könne der gebeutelten Branche helfen. Dies könne die Internationale Tourismusbörse allein nicht bewirken. (dpa/wie)