"Wir wollten die Branche sensibilisieren und als Mutmacher wirken", zog der Geschäftsführer der Tourismus-Marketing Brandenburg (TMB), Dieter Hütte, am Mittwoch Bilanz. Zwei Tage lang gab es im Tagungshotel Radisson blue Experten-Vorträge, die online-Trends von verschiedenen Seiten beleuchteten. Das Fazit des TMB-Chefs: "Es geht künftig noch viel mehr darum, sich in der online-Welt gegenseitig zu empfehlen, sich zu vernetzen." Das Facebook-Zeitalter sei nicht zurückzudrehen. Es müsse angenommen und für das Marketing in der Tourismus-Branche passgenau genutzt werden.

Mit Blick auf viele online-Auftritte im Gastgewerbe verwies Dieter Hütte zum einen darauf hin, dass Bilder und Video-Clips professioneller werden müssen. "Zur eigenen Hochzeit holt man sich ja auch einen guten Fotografen, um entsprechend in Szene gesetzt zu werden", betonte Hütte. Zum anderen macht er darauf aufmerksam, dass 90 Prozent der Suchanfragen im Internet über Google laufen würden, doch Brandenburgs Tourismusbranche - vom Hotel- und Gaststättengewerbe bis zur Campingwirtschaft - werde hier kaum sichtbar.

Es fehle eine Suchmaschinenoptimierung, um die sich TMB jetzt kümmern werde. Dabei soll den Unternehmen ein online-Werkzeugkasten in die Hand gegeben werden, mit dem sie ihre Internet-Auftritte durch häufig vorkommende Schlagworte günstiger positionieren können. Das heißt: Die Trefferzahl über die Suchmaschine Google solle sich dadurch deutlich erhöhen.

Zudem verdeutlicht der TMB-Geschäftsführer, dass die Vermarktungstrends in Richtung Tablets weisen. Gut 70 Prozent der Handynutzer würden mobile Endgeräte für ihre touristischen Aktivitäten zurate ziehen. Dabei gehe es um das Suchen einer Unterkunft ebenso wie um Radtouren oder Wanderstrecken. Und nicht zuletzt: Von der Präsenz in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter würden über Weitersagen und Empfehlen gerade Einzelbetriebe profitieren.