Der 65-jährige Landwirt hatte morgens auf seinem Feld arbeiten wollen, als er am Rand des Ackers ein auf der Seite liegendes Auto entdeckte - und einen leblosen Körper daneben. Sofort alarmierte der Mann die Polizei.

Der Tote sei der verunglückte 30 Jahre alte Fahrer, teilte ein Sprecher der Polizei gegen Mittag mit. Unklar war zu diesem Zeitpunkt jedoch, wie lange der Mann bereits auf dem Feld gelegen hatte. Am frühen Nachmittag gab es die erschreckende Antwort auf diese Frage: Mehr als zwei Tage lag der Leichnam unbemerkt direkt neben der Autobahn. Tausende Menschen waren an der Unfallstelle vorbei gefahren, ohne etwas von dem Unglück zu ahnen.

Die Polizei sucht jetzt dringend Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang am frühen Samstagmorgen machen können. Hinweise an die Autobahnpolizei Bautzen unter 03591/3670 oder jede andere Polizeidienststelle.

Die Polizei fand schnell heraus, wie und wann sich der Unfall ereignet hatte. "Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen war der Fahrer in der Nacht zu Samstag mit dem Auto auf der Autobahn in Richtung Dresden unterwegs", teilte der Polizeisprecher mit. Etwa 1500 Meter vor der Anschluss-Stelle Salzenforst sei der Wagen aus noch ungeklärter Ursache mit der Mittelleitplanke kollidiert, auf die Fahrbahn zurückgeworfen worden, dann nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und die Böschung herunter gerutscht. Dort habe das Auto einen Wildzaun durchbrochen und sei durch eine Reihe Büsche geschleudert. Dahinter - uneinsehbar von der Autobahn aus - überschlug sich das Fahrzeug und blieb auf der Fahrerseite liegen. Ob der Fahrer noch aus dem Wagen klettern konnte oder herausgeschleudert wurde, ist noch unklar. Der am Montagmorgen gerufene Notarzt konnte nur noch den Tod des 30-Jährigen feststellen.