Friedenstauben für die Welt: 4000 kleine weiße Tonvögelchen sollen am diesjährigen Gedenktag der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg im Stadtzentrum verteilt werden. Seit Januar formt die gelernte Kosmetikerin Petra Zak im Akkord stilisierte Täubchen aus Ton - gemeinsam mit Grundschülern sowie Jugendlichen bei der Arbeiterwohlfahrt Heidenau (Sächsische Schweiz) und der Dresdner Justizvollzugsanstalt.

"Die Tauben sind Friedensbotschafter", sagte die 52-Jährige am Montag in der Grundschule. Als Keramikerin ist sie Autodidaktin und für Kurse an der Grundschule und im Gefängnis angestellt.

Die mit dem Logo der Dresdner Frauenkirche versehenen, zwei mal zwei Zentimeter messenden Tontauben werden am 13. Februar bei den Gedenkveranstaltungen an Teilnehmer und Passanten verschenkt. "Die Idee kam mir zur weihnachtlichen Vesper an der Frauenkirche, wo ich Spendengelder sammelte", sagte Zak.

In ihren Töpferkursen stechen viele Hände dafür seit Januar Vögelchen aus Bastel-Ton aus. Dann werden sie glasiert und gebrannt. "Sie stehen für Frieden und Versöhnung, Hoffnung und Liebe." Zak wünscht sich, dass sie die Botschaft der 1945 zerstörten und mit Spenden aus aller Welt wiederaufgebauten Frauenkirche weitertragen. Seit einigen Jahren engagiert sich die Frau in der Fördergesellschaft für das weltberühmte Gotteshaus. Mit den von ihr entworfenen Friedenstauben als Teelichthalter sammelt sie auch Spenden für das Bauwerk sowie für Bedürftige und wünscht sich: "Mein Traum ist, dass immer sonntags um 21 Uhr ein Licht für Frieden und Versöhnung, Hoffnung und Liebe die Welt umspannt."