Der Zoll kontrolliert Reisende im deutsch-polnischen Grenzgebiet vor Silvester intensiv auf die Einfuhr von illegalen Böllern. Seit Mitte November vergehe kein Tag, ohne dass Fahnder an Oder und Neiße fündig würden, sagte Andreas Behnisch, Sprecher des Hauptzollamtes Frankfurt (Oder). Die Einfuhr der nicht zugelassenen Knaller sei verboten. Sie werden beschlagnahmt.

Besonders auffällig seien in diesem Jahr mehrere Großfunde von Tausenden verbotenen Feuerwerkskörpern auf einen Schlag gewesen, sagte Behnisch. Reisende hätten "tonnenweise Sprengstoff auf Rädern" umhergefahren, sagte er. Die Masse beschlagnahmter illegaler Böller bis zum Jahresende werde die Vorjahreszahlen von rund 73 000 Aufgriffen weit übertreffen.

"Mangelhafte Verarbeitung und die Überschreitung von zugelassenen Explosivmengen können selbst bei richtiger Handhabung zu schweren Verletzungen führen", warnte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). Daher sollten Käufer auf die ordnungsgemäße Kennzeichnung achten. Legale Feuerwerkskörper tragen das Prüfzeichen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und das CE-Sicherheitszeichen nebst einer Registriernummer.

Die Mitarbeiter des Landesamtes für Arbeitsschutz führten wieder Kontrollen beim Verkauf von Feuerwerk durch, erklärte Brandenburgs Arbeitsministerin Diana Golze (Linke). Verstöße wie der Verkauf an Jugendliche oder die Überschreitung von Lagermengen werden ihr zufolge als Ordnungswidrigkeit oder gar als Straftat verfolgt.