Vergeblich. Als Parkettverleger mit Holz bestens vertraut, baute er einfach selbst einen. Inzwischen hat er daraus ein Gewerbe gemacht. Trauernde Tierfreunde müssen sich bei Maik Friedrich nicht mit kalten Herstellungsnummern befassen, wenn sie ihren Liebling auf die letzte Reise schicken möchten. Die Tiersärge heißen Sonnenuntergang, Traumreise oder Himmelstür. Korrekt im schwarzen Anzug gekleidet, stellt sie der gebürtige Leipziger vor. Besonders empfiehlt er den Schneewittchensarg. "So sieht man das Tier beispielsweise noch einmal bei der Trauerfeier auf dem Friedhof", erläutert er. "Wird es beerdigt, tauscht man die Scheibe gegen einen Holzdeckel aus, um sich an die Friedhofsordnung zu halten, die nur natürliches Material zulässt", betont Maik Friedrich. Seine selbst entwickelten Tiersärge und Urnen sind bis ins letzte Detail durchdacht. Viel Zeit und handwerkliches Geschick investierte er in den letzten Monaten. Dabei musste er sich so manch ungläubigen Blick von Behördenmitarbeitern gefallen lassen, als er in der Tür stand und sagte: "Ich möchte mich als Tiersarghersteller selbstständig machen." Parkettverleger war er gern. Doch Termindruck, Überstunden und den ganzen Tag auf den Knien schuften, belasteten ihn. Als Ausgleich hatte er Hündin Trixi. Mit ihr war er 16 Jahre lang ein Herz und eine Seele, tobte mit ihr gern herum. Um so schwerer fiel ihm der Abschied, nachdem sie im letzten Jahr starb. Würdig sollte er sein. Auf der Suche nach einem Tiersarg stellte Maik fest, dass es nur wenige lieblose Angebote gibt. Da reifte in ihm die Idee, selbst Tiersärge und Urnen herzustellen. Ein halbes Jahr lang experimentierte und konstruierte er seine hölzernen Himmelsboten. Nun kann man aus acht verschiedenen Tiersärgen in acht unterschiedlichen Größen im Preis zwischen 100 und 200 Euro wählen. "Ich verarbeite vor allem ökologisch einwandfreies Kiefern- und Fichtenholz", erzählt der Experte. "Auf Wunsch verarbeite ich aber auch jedes andere Holz", ergänzt er. Wer seinen tierischen Freund einäschern möchte, für den entwickelte der Handwerker den speziellen ungeölten Krematoriumssarg Abschiedslied. Außerdem bietet er vier verschiedene Urnen mit Namen wie Abendlicht oder Sternschnuppe an. "In der kleinsten Urne kann man die Asche eines Hamsters unterbringen, in der größten die eines Pferdes", beschreibt er.