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| 10:40 Uhr

Tipps zum Umgang mit der Zeitumstellung

Berlin. Wenn in der Nacht zu Sonntag die Uhren in Europa eine Stunde vor- und damit auf Sommerzeit umgestellt werden, bringt dies die „innere Uhr“ erst einmal durcheinander. Eine Art Mini-Jetlag macht manchen Menschen wochenlang zu schaffen und kann neben Müdigkeit und Schlafstörungen auch Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen oder Appetitlosigkeit verursachen. AFP

Ärzten und Chronobiologen haben Tipps, wie es sich am besten mit der Zeitumstellung klarkommen lässt:

Der „fehlenden“ Stunde zum Trotz sollte man nach der Zeitumstellung möglichst früh raus ans Tageslicht. Experten empfehlen, am besten schon vor dem Frühstück etwas frische Luft und Sonnenlicht zu tanken – zum Beispiel bei einem morgendlichen Gang zum Bäcker, Zeitungshändler oder bei einer Joggingrunde. Wer tagsüber vor allem im künstlich beleuchteten Büro sitzt, könne seinem Körper auf dem Weg zur Arbeit etwas Tageslicht zukommen lassen, indem er früher aus Auto oder U-Bahn aussteigt und das letzte Stück Weges zu Fuß geht.

Das Tageslicht ist Taktgeber für den Biorhythmus, es hilft, die „innere Uhr“ zu stabilisieren. Diese muss sich von einem Tag auf den anderen um eine Stunde umstellen, obwohl morgens nicht schlagartig eine Stunde früher die Sonne aufgeht. So kann es helfen, den Körper schon früher als sonst dem Tageslicht auszusetzen. Wer etwa nach der Zeitumstellung die Vorhänge im Schlafzimmer nachts offen lässt, kann die Sonnenstrahlen als Wachmacher nutzen. Auch das Verbringen der Mittagspause an der frischen Luft ist eine gute Idee.

Für den Abend empfehlen Experten, auf schwere Mahlzeiten zu verzichten und auch bei fehlender Müdigkeit zeitig schlafen zu gehen. Von Schlafmitteln raten sie ab. Wer auf Unterstützung beim Einschlafen partout nicht verzichten will, kann auf naturheilkundliche Mittel wie Baldrian, Hopfen oder Melisse zurückgreifen. Auch eine heiße Milch mit Honig sowie ein warmes Kräuterbad fördern Entspannung und Schlaf – übrigens auch bei Kindern, deren Organismus die Anpassung an die Zeitverschiebung mitunter besonders schwer fällt. Für sie ist Bewegung an der frischen Luft genauso empfehlenswert wie für Erwachsene.