Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sieht sich nach Angaben der Staatskanzlei vom Sonntag in Dresden in seiner Haltung bestärkt, dass die Ost-Braunkohlekraftwerke das Klimaziel auch ohne die angestrebte Klimaabgabe erfüllen.

Erdmann kommt zu dem Ergebnis, dass die Anlagen ihren Kohlendioxidausstoß bis 2050 plangemäß um 95 Prozent gegenüber 1990 reduzieren. Bis 2014 seien diese bereits durch Modernisierung und Sanierung um 45 Millionen Tonnen oder 40 Prozent verringert worden. „Ohne diesen Beitrag hätte Deutschland die international zugesagten Reduktionsziele für die Kyoto-Periode nicht erreicht“, erklärte Erdmann. Da die Braunkohleverstromung im Osten kein Hemmnis für das Erreichen der langfristigen Kohlendioxid-Reduktionsziele sei, gebe es „keinen erkennbaren Grund für neue politische Interventionen“ zulasten der Kraftwerksbetreiber, Zulieferer und Standortgemeinden.