Die Sozialdemokraten werden nach seiner Einschätzung auch bei der nächsten Landtagswahl nicht mehr als zehn Prozent erreichen, sagte Tillich gestern. Die SPD würde sich im Übrigen nicht scheuen, mit der PDS zusammenzugehen, wenn sich eine rechnerische Möglichkeit böte, fügte der frühere Staatskanzleichef hinzu. Sachsens Sozialdemokraten hatten im Herbst 2004 mit 9,8 Prozent das schlechteste SPD-Landtagswahlergebnis in der Geschichte der Bundesrepublik erzielt. Weil damals auch die CDU ihre absolute Mehrheit einbüßte, gelangte sie dennoch erstmals nach der Wende als Juniorpartner in die Regierung.
Zur Bilanz der Koalition sagte Tillich, das Regieren ohne die SPD zuvor sei konstruktiver und weniger mühselig gewesen. (ddp/ab)