Bei der 25-Jahr-Feier zur Friedlichen Revolution im Oktober hat der polnische Präsident Bronislaw Komorowski den Sachsen eingeladen. Der kommt jetzt auch. Seit Langem gebe es eine "sehr gute, enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn und Freunden in Polen", betont Tillich vorab. Dazu muss man sich ab und an persönlich treffen, versteht sich. In der Politik läuft so was unter "regelmäßige Treffen und Gespräche auf verschiedenen Ebenen", die dem "weiteren Ausbau der Beziehungen in Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft und Kultur" dienen. Also eigentlich alles drin. Drei Tage dauert der Besuch, von Montag bis Mittwoch.

Der erste Lackschuhtermin steht gleich Montagabend in der Hauptstadt Warschau an, da trifft Tillich in der Deutschen Botschaft mit Leuten aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Dienstagabend hält der Gast eine Rede bei der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, wieder in Warschau. Tillichs Thema lautet "Die erwachsene Revolution - Wie Deutschland und Polen Europas Zukunft gestalten". Mittwochvormittag folgt ein Besuch des Museum für die Geschichte der polnischen Juden.

Auch die religiöse Ebene kommt bei diesem Besuch nicht zu kurz. Mittwochnachmittag stattet der katholische Sorbe Tillich der Schwarzen Madonna von Tschenstochau einen Besuch ab, am wichtigsten polnischen Nationalheiligtum. Dann geht es weiter nach Breslau zu einem Treffen mit dem niederschlesischen Woiwoden Tomasz Smolarz. Dann noch ein Arbeitsessen mit dem Vizemarschall der Woiwodschaft, Andrzej Kosiór. Und dann ab zurück nach Dresden.