Im Berliner Zoo haben die Gorillas einen neuen Chef im Ring. Das Männchen Sango ist als neuer Partner für die temperamentvollen Berliner Gorilla-Damen eingezogen, teilte der Zoo am Dienstag mit. Der 14-jährige Sango wuchs in Zoos in Frankreich und Belgien auf und soll nun in der Hauptstadt für Nachwuchs sorgen. Um der Gruppe Ruhe beim Kennenlernen zu gönnen, bleibt das Menschenaffenhaus im Zoo Berlin für Besucher eine Weile geschlossen.

Sango habe ein entspanntes und ausgeglichenes Wesen und einen langen Geduldsfaden, heißt es im Zoo. Er ist nun nach dem Auszug des zeugungsunfähigen Gorillas Ivo, der jetzt bei älteren Artgenossinnen in Saarbrücken lebt, der größte Menschenaffe im Berliner Zoo - mit unzähligen Muskeln und silbernem Rückenhaar. Gorillas sind durch die Zerstörung ihres Lebensraumes und illegale Jagd vom Aussterben bedroht. Zoos werten jedes geborene Jungtier als Beitrag zur Erhaltung der Art.

Sango lerne nun erst einmal seine neue Umgebung kennen, teilte der Zoo weiter mit. Anschließend soll er nacheinander die Gorilla-Weibchen Djambala (17), Bibi (21) und Mpenzi (33) treffen.