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Tiere vor großer Sommerhitze schützen

Zwei Nilpferde dösen am 03.07.2015 im Zoo in Berlin in der prallen Sonne.
Zwei Nilpferde dösen am 03.07.2015 im Zoo in Berlin in der prallen Sonne. FOTO: Stephanie Pilick (dpa)
Cottbus. "Die aktuell hochsommerlichen Temperaturen stellen für viele Tiere eine große Gefahr dar", warnt der Deutsche Tierschutzbund. Was können Halter tun? bob

30 Grad in der Lausitz, endlich kommt der Sommer. Aber Vorsicht, denn was uns Menschen freut, wenn wir im Freibad, Eiscafé oder Biergarten sitzen, bedeutet für Tiere Stress. "Im Unterschied zum Menschen können sich die meisten Tiere nicht durch Schwitzen über die Haut abkühlen, sondern allein durch Trinken oder Hecheln", erklärt der Deutsche Tierschutzbund. Die Experten raten daher, Vorsorgemaßnahmen zu treffen: Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie ein Schattenplatz, an den sich das Tier jederzeit zurückziehen kann. "Große Anstrengungen für das Tier sollte man vermeiden und das Gassigehen mit Hunden in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen."

Keinesfalls dürfen Hunde und andere Tiere alleine im Auto gelassen werden. "Ein geöffnetes Schiebedach oder Fenster sorgt in keinem Fall für genügend Abkühlung. Selbst innerhalb weniger Minuten kann das Fahrzeug zur tödlichen Falle werden", so die Tierschützer. Auch bei bewölktem oder schwülem Wetter ohne direkte Sonneneinstrahlung steige die Temperatur im Inneren rasch auf 50 Grad und mehr an.

Die Folgen der für das Tier unerträglichen Temperaturen sind Überhitzung mit Übelkeit und Kreislaufproblemen, die im schlimmsten Fall zum Tod führen. Wer bei Hitze auf ein im Auto zurückgelassenes Tier aufmerksam wird, sollte umgehend die Polizei oder Feuerwehr verständigen.

Auch im Käfig oder im Außengehege lebende Tiere sollten nicht schutzlos der Sonne ausgesetzt werden. Auch hier gilt: Immer prüfen, ob sich ein großer Teil des Geheges den ganzen Tag über im Schatten befindet. Zusätzlich können Schatten spendende Häuschen, kühle Steinplatten oder feuchte Handtücher, die über das Gehege gelegt werden, helfen.

Kaninchen, die die Möglichkeit zum buddeln haben, können sich in den entstandenen Mulden abkühlen; manche Ratten lieben ein Wasserbad in einer flachen Schale.