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| 02:44 Uhr

Texas: Zwei Tote nach Schüssen bei Mohammed-Karikaturen-Schau

Auch Rechtspopulist Geert Wilders trat bei der Schau auf.
Auch Rechtspopulist Geert Wilders trat bei der Schau auf. FOTO: dpa
Dallas. Zwei Unbekannte haben in den USA eine Ausstellung mit Mohammed-Karikaturen attackiert und sind kurz darauf von Sicherheitskräften erschossen worden. Die Männer eröffneten vor dem Gebäude in einem Vorort von Dallas im US-Staat Texas am Sonntagabend (Ortszeit) das Feuer auf einen Sicherheitsbeamten, wie das Veranstaltungszentrum mitteilte. dpa/uf

Kurz zuvor hatte der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders dort eine Rede gehalten.

Die New Yorker American Freedom Defense Initiative hatte in dem Dallas-Vorort Garland zu einem Mohammed-Karikaturen-Wettbewerb eingeladen. Die Organisation gilt als extrem rechts und anti-islamisch. Das Gebäude war abgesichert, die rund 200 Besucher mussten Metalldetektoren passieren.

Nach Medienberichten sprangen die Angreifer gegen 19 Uhr Ortszeit (2 Uhr MESZ am Montag) aus ihrem Auto und schossen auf den Wachmann. Dann seien sie bei einem Schusswechsel mit Polizisten getötet worden.

Zeichnungen auch in Hanau

Trotz des Anschlags in Texas hat die Polizei in Hessen die Sicherheitsvorkehrungen für eine Karikaturen-Schau in Hanau nicht verstärkt. "Wir bewerten die Lage fortlaufend und sehen aktuell keinen Bezug zwischen Texas und Hanau", begründete ein Sprecher der Behörde am Montag in Offenbach die Entscheidung. Unter dem Titel "Das ist ja wohl ein Witz!" sind seit Mitte März im Schloss Philippsruhe islamkritische Zeichnungen ausgestellt, auch eine Mohammed-Karikatur ist zu sehen.