Allein im Spree-Neiße-Kreis mussten im vergangenen Jahr 263 Tonnen illegal abgelagerter Müll abtransportiert werden. Auch der Kommunale Abfallentsorgungsverband Niederlausitz im Spreewald sammelte 268 Tonnen an Restabfällen, Sperrmüll und Schutt ein, und in Cottbus fielen 117 Tonnen an. Eine teure Schweinerei. Die Entsorgung des illegalen Mülls in Spree-Neiße schlug mit 13 196 Euro zu Buche, im Spreewald waren es sogar 19 681 Euro.

Nach Angaben des Umweltministeriums verursachte der illegale Abfall in Brandenburg im vergangenen Jahr 1,47 Millionen Euro Kosten. Insgesamt hatten die örtlichen Entsorger 6562 Tonnen eingesammeln müssen.

Auch in Sachsen kommt der Müll die Kommunen teuer zu stehen. Dort beliefen sich die Kosten auf 1,04 Millionen Euro. Das geht aus noch vorläufigen Zahlen zur Siedlungsabfallbilanz 2015 des Umweltministeriums hervor. Landesweit sammelten die örtlichen Entsorger knapp 3700 Tonnen Restabfälle und Sperrmüll ein - zudem 415 Tonnen Grünabfälle, knapp 200 Tonnen Elek troschrott, 272 Tonnen Reifen, zwei Tonnen Autobatterien sowie 438 Tonnen sonstige Abfälle. Auch 238 illegal abgestellte Autowracks wurden gezählt. Bei letzteren konnten jedoch gut drei Viertel der Besitzer ermittelt und zur Kasse gebeten werden.

Die Zahlen liegen in Sachsen und Brandenburg etwa auf dem Niveau der Vorjahre. Es bleibt aber eine Dunkelziffer. Denn viele Sammelaktionen etwa unter freiwilliger Beteiligung der Bürger werden nicht statistisch erfasst.