Ein Sprecher der Polizei sagte, dass es sich bei dem Mann um einen Nordafrikaner handele, der im Verdacht stehe, eine schwere staatsgefährdende Straftat vorbereitet zu haben. Er sei etwa Mitte 20. Bei einem Großeinsatz in der Nacht zum Samstag war der Verdächtige in einem Flüchtlingsheim in Borsdorf bei Leipzig von Spezialkräften des Landeskriminalamtes (LKA) festgenommen worden.

Nach Angaben des LKA hatte es bereits am Freitagabend Hinweise auf eine mögliche geplante Straftat gegeben. Noch in der Nacht wurde daraufhin bei der Polizeidirektion Leipzig eine Sondereinheit zusammengestellt, die intensiv "an der Bewältigung der Lage" gearbeitet habe. Während des Einsatzes hat es laut LKA keine Zwischenfälle gegeben. Ob der Mann bereits einem Haftrichter vorgeführt wurde, war am Sonntag zunächst unklar.

Der Einsatz zog sich den Angaben zufolge bis in die frühen Morgenstunden hin. Gefahr für die Öffentlichkeit habe nicht bestanden, erklärte ein Polizeisprecher. "Wir hatten einen großen Einsatz, Details können wir nicht nennen." Die Ermittlungen gegen den Tatverdächtige, der sich in der Nacht zum Samstag in dem Flüchtlingsheim aufhielt, laufen.

In der Gemeinschaftsunterkunft in Borsdorf östlich von Leipzig haben bis zu 120 Asylbewerber Platz, derzeit ist sie jedoch nicht voll belegt.