Am Eingang der "Manchester Arena" hatte ein mutmaßlich islamistischer Selbstmordattentäter am späten Montagabend eine Bombe gezündet. Die Terrormiliz IS behauptete, für den Anschlag verantwortlich zu sein.

59 Verletzte kamen in Krankenhäuser, einige waren am Dienstag noch in Lebensgefahr. Mindestens etwa 60 weitere Opfer wurden rund um den Anschlagsort von Helfern versorgt, meldete die Zeitung "Manchester Evening News" unter Berufung auf Rettungskräfte. Die Polizei bestätigte diese Angaben zunächst nicht. Bei der Terrorattacke starb auch ein achtjähriges Mädchen. Den Rettungskräften zufolge waren unter den Verletzten zwölf Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren.

Premierministerin Theresa May nannte die Tat besonders "abstoßend und abscheulich". Der Attentäter habe am Ende eines Auftritts von Teenie-Star Ariana Grande einen selbstgebauten Sprengsatz hochgehen lassen, sagte May nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts in London: "Er hat Zeit und Ort absichtlich so gewählt, um das größtmögliche Blutbad anzurichten." In gut zwei Wochen wählen die Briten ein neues Parlament, der Wahlkampf wurde unterbrochen.

Am Dienstagabend bestätigte die Polizei, dass sie den Attentäter von Manchester identifiziert hat. Es soll sich um einen 22 Jahre alten Mann libyscher Herkunft handeln, sagte Ermittler Ian Hopkins.

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