Auf dem Regenradar-Bild von wetter-online sah es am Vormittag noch so aus, als würden in den Mittags- und den frühen Nachmittagsstunden mehrere starke Gewitter auf die Lausitz zu steuern. Außer ein paar wenige Donner und ein kurzer Platzregen in Doberlug-Kirchhain, blieb das vom Deutschen Wetterdienst angekündigte Unwetter vorerst aus.

Unwetter in den Abendstunden möglich

Für den Abend sagt der Deutsche Wetterdienst gebietsweise starke Quellbewölkung und starke Gewitter mit Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter voraus. Hagel und Sturmböen um 80 Kilometer in der Stunde sind möglich. In der Nacht soll die Unwettergefahr nachlassen.

Viele Einsätze wegen Starkregens und Sturm in Berlin

Vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste: Wegen Unwetters ist die Berliner Feuerwehr am Montagabend zu einer Vielzahl von Einsätzen ausgerückt. Schon am Nachmittag war der Ausnahmezustand ausgerufen worden. Die meisten Notrufe kamen demnach aus Reinickendorf und Wedding. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Die Häufigkeit der Einsätze sei aber eine Herausforderung, sagte ein Sprecher.

Im Norden der Stadt ließ starker Wind einen Baum auf die Gleise der Ringbahn stürzen. Die Linien S41 und S42 zwischen Wedding und Gesundbrunnen waren am Abend unterbrochen, wie die Bahn mitteilte. Zwischen den Haltestellen Beusselstraße und Wedding wurde ein Pendelverkehr eingerichtet. Wie lange die Unterbrechung andauern wird, war zunächst unklar. Die Berliner S-Bahn empfahl, den Streckenabschnitt zu umfahren.

Heftige Regenfälle am Wochenende

Bereits am Wochenende hatte es Regenfälle gegeben. Starker Regen hatte zwischen Thüringen und Hessen zu zahlreichen Unfällen auf der Autobahn geführt. Auch im Süden gab es am Sonntag Regenschauer und einige starke Gewitter.

Unwetterwarnungen bestanden in Bayern am Alpenrand noch bis zum Vormittag. In einigen Landkreisen war die Feuerwehr in der Nacht zum Montag mit Unwettereinsätzen beschäftigt. Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen stürzte Geröll auf die Straße und Keller liefen voll. Auch im Kreis Miesbach standen Keller unter Wasser.

In Baden-Württemberg standen im Kreis Reutlingen Straßen unter Wasser. Zwei Männer wurden hier zudem durch steigende Wassermassen in einer Höhle auf der Schwäbischen Alb eingeschlossen.

(mit dpa)