Von den massiven Störungen bei Anschlüssen der Deutschen Telekom sind nach Angaben des Unternehmens bundesweit rund 900 000 sogenannte Router betroffen. Das sagte ein Sprecher am Montagmorgen. Die Geräte dienen der Einwahl ins Netz der Telekom und ermöglichen damit Telefonie, den Internetzugang und auch den Online-Fernsehempfang. Das Netz selbst sei nicht gestört, sondern die Identifizierung der Router bei der Einwahl, sagte der Sprecher.

Seit Sonntagnachmittag klagen Kunden über massive Störungen bis zum Totalausfall. "Es gibt kein klares Fehlerbild: Manche erleben zeitweise Einschränkungen oder sehr starke Schwankungen in der Qualität. Es gibt aber auch Kunden bei denen derzeit gar nichts geht", teilte die Telekom am Morgen via Facebook mit. Unter den Betroffenen waren auch zahlreiche Lausitzer. "Seit gestern Nachmittag funktionieren Internet und Telefon nicht richtig. Nachdem ich den Router vom Netz genommen habe, ging es manchmal wieder. Heute früh wieder keine Telefonverbindung, nochmals den Router vom Netz getrennt, zur Zeit geht mal wieder alles, ich bin gespannt wie lange?". berichtet etwa Christa Börner am Montagmorgen.

Ist ein Cyberangriff Schuld an den Problemen? Die Telekom prüft derzeit einen möglichen Angriff auf ihr netz. "Aufgrund des Fehlerbildes ist nicht auszuschließen, dass auf Router gezielt Einfluss von außen genommen wurde, mit dem Ergebnis, dass sie sich nicht mehr im Netz anmelden können", berichtet das Unternehmen.

Am frühen Montagmorgen sei eine neue Software in das Telekom-Netz eingespeist worden, die den Fehler beheben soll. Erneut riet das Unternehmen betroffenen Kunden, den Router vom Netz zu trennen, eine Zeit lang zu warten und dann wieder einzuschalten. Nach dem Software-Update im Telekom-Netz könnten sich viele Router nach dem Neustart wieder einwählen. Die Störung betreffe zwar das gesamte Bundesgebiet, aber nur bestimmte Router-Typen. Daher lasse sich auch nicht sagen, dass bestimmte Regionen besonders betroffen seien. Die Ausbreitung richte sich einzig nach der Verteilung der Geräte. Derzeit werde untersucht, welche Modelle das genau seien.