Diese Marke wurde - abgesehen von der Jahrhundertflut 2002 (9,40 Meter) - letztmals vor 65 Jahren erreicht. Laut Prognose werden Häuser am Elbufer in Stadtteilen wie Laubegast im Wasser stehen. In den meisten Fällen würden aber Sandsäcke zum Absichern ausreichen, sagte der Präsident des Landesamtes für Umwelt und Geologie, Hartmut Biele.
Die Stadt Dresden schätzte den Pegelstand für Donnerstagmorgen auf 7,05 Meter und warnte zugleich vor erhöhten Grundwasserständen in Elbenähe. In den gefährdeten Gebieten sollten in Kellern und Untergeschossen keine wertvollen Dinge aufbewahrt werden. Außerdem seien die Heiztanks zu sichern. Besitzer von Kleingärten wurden aufgefordert, die Parzellen gegen Überflutung zu sichern. Ölkanister seien zu entfernen. "Die Elbwiesen und große Teile des Alt-Elbearmes werden überschwemmt werden", hieß es.
Nach dem bisherigen Verlauf der Schneeschmelze dürfte die Elbe aber das einzige Sorgenkind bleiben. In den Oberläufen der anderen Flussgebiete sind die Wasserstände konstant oder schon wieder leicht fallend, in den Unterläufen dagegen noch steigend. Bei der Mulde wird die Alarmstufe 4 entgegen ersten Annahmen vermutlich nicht erreicht. Im Fall der Elbe musste die Hochwasserzentrale Defizite eingestehen. "Die gestrige Prognose ist zu niedrig ausgefallen, die Prognose war falsch", sagte der Leiter der Zentrale, Uwe Höhne. (dpa/mb)