Die Hauptverkabelung befindet sich in den sogenannten Medienkanälen tief unter dem BER-Terminal. Dabei handelt es sich nicht nur um enge Kabelschächte, wie sie jeder Häuslebauer kennt. Viele der Kanäle sind begehbar. Dort sind alle Hauptzuleitungskabel der Allgemeinstromversorgung, der Sicherheitsstromversorgung sowie der Schwachstromverkabelungen auf Kabeltragsystemen untergebracht. Darüber hinaus sind in den Medienkanälen auch noch die Hauptleitungen der Haustechnik für die Wärme-, Kälte- und Wasserversorgung verlegt.

Die Hauptverkabelung im Fluggastterminal hat in der Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Gründe dafür waren nachträglich geforderte Leistungserweiterungen der Stromversorgung, die Überbelegung von einzelnen Trassen und auch handwerkliche Fehler.

Deshalb wurden in den vergangenen Monaten rund 35 Kilometer Hauptkabel zurückgezogen und neu geordnet auf Kabeltrassen verlegt. In den beiden Haustechnikkanälen im Mainpier Nord und Süd mussten darüber hinaus umfangreiche Kanäle zurück- und umgebaut werden. Gleichzeitig haben sich die Flughafenmanager auch die legendäre Sprinkleranlage vorgenommen. Die Brandschutztechnik war einer der Hauptgründe dafür, dass die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens im Sommer des Jahres 2012 abgesagt werden musste. Neben der Sprinkleranlage war die Entrauchung als riesiger Moloch konzipiert, der sich als technisch nicht beherrschbar erwies.

"Wir haben noch viel zu tun", sagte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld. "Insgesamt steht unser Plan aber, den BER im zweiten Halbjahr 2017 zu eröffnen."