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| 01:35 Uhr

Tausende demonstrieren gegen Aufmärsche von Rechtsextremen

Ihren Unmut über Rechtsextremismus machten am Samstag in Dortmund rund 6000 Demonstranten Luft. Foto: dpa
Ihren Unmut über Rechtsextremismus machten am Samstag in Dortmund rund 6000 Demonstranten Luft. Foto: dpa FOTO: dpa
Berlin. Mehrere Tausend Menschen haben am Wochenende in Berlin, Dortmund und Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) gegen Rechtsextremismus demonstriert. In Dortmund wandten sich am Samstag rund 6000 Bürger gegen einen Aufmarsch von 700 Rechtsextremisten. dpa/das

Die Stadt Neuruppin wehrte sich am selben Tag mit einem Volksfest gegen einen Aufmarsch Rechtsextremer. Rund 900 Gegendemonstranten begleiteten den Zug von etwa 200 rechten Kundgebungsteilnehmern mit gellenden Pfiffen sowie Rufen wie "Nazis raus". In Berlin demonstrierten am Samstag rund 100 Menschen friedlich gegen eine Mahnwache der rechtsextremistischen Kameradschaft "Frontbann 24".In Dortmund wurden laut Polizei zwei Bürger bei Angriffen von Gewalttätern verletzt. Linksgerichtete Demonstranten hätten zudem mehrfach Polizisten mit Steinen und Böllern beworfen. Zehn Polizisten wurden dabei verletzt. Insgesamt kamen mehr als 200 Demonstranten des linken Spektrums wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch vorübergehend in Polizeigewahrsam. 58 Randalierer wurden festgenommen. Das linke Bündnis "Dortmund stellt sich quer" erklärte, bei Zusammenstößen mit der Polizei seien "Dutzende Antifaschisten" verletzt worden. Dem widersprach aber die Polizei.In Neuruppin lösten linke Gegendemonstranten eine Sitzblockade nach Aufforderung der Sicherheitskräfte freiwillig auf. Ein Linker kam nach einem Platzverweis vorübergehend in Polizeigewahrsam. In Berlin leitete die Polizei Ermittlungen gegen einen Teilnehmer der rechtsextremistischen Mahnwache ein, weil er verbotene Zeichen trug. Der "Frontbann 24" gilt als die am schnellsten wachsende Neonazi-Organisation in Berlin. Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) prüft ein Verbot der Organisation. dpa/das