Die Gewerkschaft verdi werde die Beschäftigten in den kommenden Tagen in einer Urabstimmung über unbefristete Streiks abstimmen lassen, sagte verdi-Verhandlungsführer Gerd Doepelheuer am Morgen. Doepelheuer begründete diese Entscheidung damit, dass sich die Arbeitgeberseite in Kernpunkten nicht bewegt habe. Nach 18-stündigen Gesprächen habe die Gewerkschaft deshalb in der Nacht zu Mittwoch gegen 3 Uhr das Scheitern der Verhandlungen erklärt. Der Kommunale Arbeitgeberverband Sachsen (KAV) hatte bei der fünften Verhandlungsrunde nach eigenen Angaben ein verbessertes Angebot nachgelegt. So seien etwa höhere Steigerungen der Nacht- und Wechselschichtzuschläge angeboten worden, teilte der Verband am Mittwoch mit. Auf die Verdi-Forderung nach einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 40 auf 38 Stunden bei vollem Lohnausgleich gingen die Arbeitgeber nicht ein.