Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Geld für zwölf Monate und Wahloptionen für moderne Arbeitszeitmodelle, so soll es Mitarbeitern zum Beispiel möglich sein die Wochenarbeitszeit zeitweise auf 28 Stunden zu reduzieren. Darüber hinaus strebt die IG Metall eine Verhandlungsverpflichtung über die Angleichung der Arbeitszeiten zwischen Ost und West an.

In Berlin haben sich am Donnerstagmorgen 400 Beschäftigte aus drei Betrieben an einem zweistündigen Warnstreik beteiligt. In Brandenburg legten 350 Beschäftigte aus zwei Betrieben, in Sachsen beteiligten 630 Beschäftigte aus sieben Betrieben die Arbeit nieder.

Wolfgang Lemb, geschäftsführendes Vorstandsmitglied sagte am Donnerstagmorgen beim Warnstreik der Kollegen von Pierburg in Berlin: „Ihr arbeitet immer flexibler, rund um die Uhr, auch am Wochenende, so wie es den Arbeitgebern passt. Wir wollen, dass unsere Arbeitszeiten zu unserem Leben, zu unseren Bedürfnissen und zu unseren Familien passen. Deshalb fordert die IG Metall, dass jeder einen individuellen Anspruch darauf hat, seine oder ihre Arbeitszeit bis zu zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden in der Woche zu verkürzen.“

Gestreikt werden soll heute bei GE Power und Stadler in Berlin Pankow, Volkswagen in Zwickau, Schnellecke Logistics in Glauchau, Bahntechnik Brand-Erbisdorf, Berthelsdorfer Str. 8, 09618 Brand-Erbisdorf, Mahle ITS Reichenbach in Bobritzsch-Hilbersdorf, Leesys und TAKRAF in Leipzig.