ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:53 Uhr

Tagebau Reichwalde zieht weiter

Für den Energiekonzern Vattenfall ist die erneute Inbetriebnahme des Tagebaus Reichwalde, der im Jahr 1980 bergmännisch erschlossen wurde, seit der 1999 gestoppten Kohleförderung eine wichtige Etappe. Während nach einer fünfjährigen und rund 350 Millionen Euro teuren Modernisierung der Tagebau im März dieses Jahres wieder in Betrieb gegangen ist, muss sich der Weiße Schöps dem sächsischen Tagebau fügen und wird aus diesem Grund verlegt.



In dem genehmigten Tagebaufeld lagern laut Vattenfall rund 366 Millionen Tonnen Rohbraunkohle. Diese Kohle soll bis zum Jahr 2045 vor allem der Versorgung des Kraftwerkstandortes Boxberg dienen. Acht bis zehn Millionen Tonnen der Rohbraunkohle sollen jährlich im Kraftwerk Boxberg verstromt werden. Ein kleinerer Teil der Reichwalder Kohle soll bis in die Kraftwerke Schwarze Pumpe und Jänsch-walde weitergeleitet werden. Neben der Flussverlegung müssen ab 2016 eine 110-Kilovolt-Leitung und bis 2030 die Bahnstrecke zwischen Görlitz und Berlin verlegt werden.