Es wurde am Freitag in der Sport- und Industriestadt Riesa (Landkreis Meißen) eröffnet, die nach 1999 zum zweiten Mal Gastgeber des dreitägigen Festes ist. Bis einschließlich Sonntag präsentieren sich dort über 240 Akteure von Behörden bis Kirchen, darunter 167 eingetragene Vereine und Verbände. Insgesamt haben sich fast 3000 Teilnehmer angemeldet, die Organisatoren rechnen mit 300 000 Besuchern.

Der „Tag der Sachsen“ zeige nicht nur die Bürgergesellschaft, sondern biete den Menschen auch tolle Events, sagte der Chef des Festkuratoriums und CDU-Politiker Matthias Rößler, der am Freitag von seiner Fraktion erneut als Kandidat für das Amt des Landtagspräsidenten nominiert worden war. Es gehe darum, die derzeit gespaltene Gesellschaft und die verschiedenen Gruppen in ihr wieder zusammenzuführen. In Sachsen gebe es eine erfolgreiche „Kultur des Kümmerns“, sagte der CDU-Politiker. „Entscheidend ist, dass wir unsere Gesellschaft zusammenhalten.“ Der Landtag werde auch informieren, wie Politik in Sachsen funktioniert.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wird nach Angaben der Staatskanzlei eine Statue mit dem Motiv des Riesaer Riesen enthüllen, die zum 900. Gründungsjubiläum der Stadt geschaffen wurde sowie am Festumzug zum Abschluss teilnehmen. Auch mehrere Minister und Staatssekretäre werden in der Elbestadt erwartet.

Der „Tag der Sachsen“ wird seit 1992 jährlich gefeiert. Nur 2002 fiel er wegen des Hochwassers aus. 2018 kamen rund 285 000 Gäste nach Torgau (Nordsachsen). Mit 495 000 Besuchern hält Riesa sogar den bisherigen Rekord - und gibt sich beim Motto für die Neuauflage selbstbewusst: „Wie die ,Wiesn’. Nur besser!“