«Die Stimmung war toll, es konnte nicht besser sein“ , sagte Amtsleiterin Jana Kutscher vom Organisationskomitee.
Drei Tage lang wurde in der 800 Jahre alten Stadt an der Mulde mit Schlemmermeilen und Bühnenprogrammen gefeiert. Grimma war im Jahr 2002 angesichts der Zerstörungen durch das Jahrhunderthochwasser weltweit bekannt geworden. Mittlerweile gilt die Stadt als Symbol des Aufbauwillens nach den immensen Schäden.
Der Festumzug dauerte mehrere Stunden und führte auf einer fünf Kilometer langen Strecke durch die nach Beseitigung der Flutschäden in neuem Glanz wieder hergerichtete Altstadt. Kostümierte Grimmaer erinnerten unter dem Motto „Weltoffenes Sachsen“ in vielen Bildern an Kapitel aus der Geschichte der Stadt. Mehr als 280 Vereine und mehr als 40 Musikkapellen aus aller Welt machten mit und sorgten für gute Stimmung auch bei den Zehntausenden Schaulustigen. Während des Festes wurde den Besuchern vor allem aus Sachsen, aber auch aus anderen Bundesländern ein buntes Programm auf mehreren Bühnen geboten. Auf der Schlemmermeile konnte Schmackhaftes aus sächsischer Produktion gekostet und gekauft werden. Rund 40 Firmen präsentierten einheimische Produkte wie Gemüse, Obst, Käse, Kuchen und Bierspezialitäten.

Auszeichnung für Vereine
Zwölf Vereine wurden zudem am Samstag im Rahmen des Festes mit „Sachsens Vereins-Gold“ geehrt. Die Auszeichnung wurde bereits zum dritten Mal vergeben, teilte die Staatsregierung mit. Auf die diesjährige Ausschreibung hatten sich 160 Vereine beworben. Sieger wurden der Kinder- und Jugendblasmusik-Verein in Sebnitz (Kreis Sächsische Schweiz), die Sektion Leipzig des Deutschen Alpenvereins, die Kinderfeuerwehr Callenberg (Kreis Zwickau) und die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde. Sie erhalten jeweils 1500 Euro. An die Zweitplatzierten gehen 1000 Euro, an die anderen Gutscheine für eine Vereinsparty.
Bereits am Freitagnachmittag wurde die 13. sächsische Erntekönigin gekrönt. Es ist die 24-jährige Antje Georgi aus Werda (Vogtlandkreis). Sie erhielt Krone, Zepter und Schärpe als Insignien der Macht, teilte der Landes bauernverband mit. Zwei Jahre lang wird die Diplom-Agraringenieurin die Ernährungs- und Landwirtschaft des Freistaates repräsentieren. Erstmals wurde die Königin für zwei Jahre gekürt.

Nächstes Jahr in Mittweida
Das dreitägige Fest in Grimma kostete rund 1,4 Millionen Euro. Das Geld stammte von Land und Sponsoren. Seit 1992 wird der Tag der Sachsen jährlich in einer anderen Stadt gefeiert. 2002 fiel das Fest in Döbeln wegen des Hochwassers aus. Im kommenden Jahr wird der Tag in Mittweida (beide Kreis Mittelsachsen)gefeiert. Die Vogtland stadt Oelsnitz (Vogtlandkreis) wird im Jahr 2010 den Tag der Sachsen ausrichten. Das entschied am Samstag das Kuratorium der Veranstaltung beim Fest in Grimma. Für die 12 000 Einwohner-Stadt wurden bei der Sitzung des Gremiums 31 Stimmen abgegeben. Für den Mitbewerber Görlitz, wo bereits 1993 ein Tag der Sachsen gefeiert wurde, stimmten 26 Kuratoriums-Mitglieder. (dpa/das)