"Ich sehe auch für die Zukunft kein Problem." Zugleich erinnerte Iltgen daran, dass Mittweida als Ausrichter des Sachsen-Tages 2009 ein Loch zu füllen hatte, weil Sponsoren sich zurückhielten und andere Einnahmen fehlten. Es seien auch jene Zeiten vorbei, als es drei oder vier Bewerber für das Fest gab. Das Kuratorium warte noch immer auf Städte wie Meißen, Pirna, Oschatz, Großenhain oder Wurzen. Kommunen wie Grimma hätte aber auch Interesse geäußert, das Fest noch einmal auszurichten. Solange es noch Bewerber gebe, halte man am Jahresrhythmus fest, sagte der frühere Landtagspräsident Iltgen. Vom 3. bis 5. September ist Oelsnitz im Erzgebirge unter dem Motto "Wir feiern am Äquator" Gastgeber. Damit will der 12 000-Einwohner-Ort an seine vermeintliche Lage im Oberkarbon vor mehr als 300 Millionen Jahren erinnern. Bürgermeister Hans-Ludwig Richter sprach am Dienstag über das Auseinanderdriften der Kontinente und erzählte von jener Zeit, als der heutige Flecken Oelsnitz noch mehr der Nabel der Welt war. Oelsnitz habe das Anrecht, den Äquator "wieder auf die Straße zu stellen", sagte Richter mit einem Augenzwinkern. Tatsächlich hat die Kommune inzwischen ein paar Meter Äquator im Straßenpflaster verewigt und führt dort regelmäßig Äquatortaufen durch. Im September werden bis zu 300 000 Gäste erwartet. Oelsnitz wurde in der jüngeren Geschichte vor allem vom Steinkohle-Bergbau geprägt - mit Folgen. In den vergangenen 100 Jahren senkte sich das Stadtzentrum um bis zu 17 Meter ab. "Wir leben im Senkungstrichter", sagte Richter. Ostweit bekannt wurde die Stadt durch den Bergmann Adolf Hennecke. Er begründete mit einer "Hochleistungsschicht" im Jahr 1948 die später vom Staat gelenkte Aktivistenbewegung. Auch daran soll am "Tag der Sachsen" erinnert werden. dpa/mb