Er soll darauf hinweisen, dass das Fahrrad das umweltfreundlichste, gesündeste und sozial verträglichste Fortbewegungsmittel ist - und für Verständnis mit anderen Verkehrsteilnehmern, vor allem den auf vier Rädern, werben. All zu wörtlich hat das offenbar ein Bulgare genommen, der bereits am gestrigen Dienstag per Rad in Sachsen unterwegs war. Die Polizei stoppte ihn - und zwar auf der Autobahn 14.

Der 50-Jährige habe die Fahrbahn radelnd von links nach rechts überquert, teilte die Polizei mit. Dabei wurde er von einem herankommenden Fahrzeug leicht gestreift und setzte seine Fahrt auf dem Standstreifen fort.

"Was ihn auf die Autobahn getrieben hat, ist unklar", sagte ein Polizeisprecher. Dabei liegt das doch auf der Hand: Wo, wenn nicht auf der Autobahn, lässt sich besser für das gegenseitige Verständnis von Radlern und Autofahrern werben. Gut, in Sachsen offenbar nicht, dort muss sich der Radler jetzt wegen "gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr" verantworten.