Br ustkrebs ist in Brandenburg immer noch eine häufige Todesursache bei Krebspatienten. Rund 16 Prozent der erkrankten Frauen starben an dieser Krankheit, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Nach den jüngsten vorliegenden Angaben von 2011 gab es in jenem Jahr 540 Todesfälle. 2015 Frauen und Männer erkrankten neu. Im bundesweiten Vergleich liegt Brandenburg nach den Angaben knapp unter dem Bundesdurchschnitt .

Reihenuntersuchungen seien wichtig, um die Sterberate zu senken, betonte Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke). "Mammografie-Screening in Brandenburg ist eine Erfolgsgeschichte", sagte sie. Es sei gelungen, eine wohnortnahe Versorgung anzubieten, die den Frauen viel Zeit und weite Wege erspare. Tack appellierte an anspruchsberechtigte Frauen, ihre Chance zur kostenlosen Früherkennung zu nutzen. Allerdings könnten nicht alle Brustkrebserkrankungen durch eine Mammografie von vornherein ausgeschlossen werden. Mammografie wird allen Frauen zwischen 50 und 69 Jahren angeboten. Damit sollen schon in einem sehr frühen Stadium Veränderungen in der Brust entdeckt werden. Alle zwei Jahre werden Röntgenaufnahmen der Brust angefertigt.

In Br andenburg wird das Programm, das seit 2008 läuft, durch das Referenzzentrum Mammografie Berlin betreut. Es wird in Schwedt, Beelitz, Brandenburg/Havel, Potsdam, Königs Wusterhausen, Cottbus und Eisenhüttenstadt sowie in sechs mobilen Einheiten angeboten. Außerdem ist das Referenzzentrum Berlin noch für die Länder Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen zuständig .

Be rlin und Brandenburg wollen ab 2016 ein gemeinsames klinisches Krebsregister starten. Ziel ist die effektivere Bekämpfung der Krankheit. Informationen zu Diagnosen, Behandlungen und Nachsorge sollen gesammelt und ausgewertet werd en.