Zuvor erhielt der 50-Jährige gut vier Wochen nach seiner Wahl in der Stadtverordnetenversammlung die Ernennungsurkunde und die Amtskette überreicht.

In einer persönlichen Erklärung verteidigte Szymanski vor den Stadtverordneten die am Dienstag in Potsdam verkündete, umstrittene Regelung zu seiner Altersversorgung. "Wenn ich das nicht getan hätte und mir würde in den nächsten Jahren etwas passieren, würde ich nur die DDR-Altersversorgung bekommen", sagte er. Ihm sei klar, dass die Diskussion darüber ihn beschädigt habe, aber er wolle das Vertrauen durch seine Arbeit wieder wettmachen.

Am Vortag hatte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) Szymanski ein Rückkehrrecht als Staatssekretär in die Landesverwaltung zugesichert, um frühere Pensionsansprüche von 1990 bis 2006 als Lehrer, Schulleiter und Beamter zu sichern. Zuvor hatte das Kabinett eine geplante Sonderregelung nach scharfer Kritik in der Öffentlichkeit abgelehnt.

Bei der Amtseinführung Szymanskis verlas Stadtverordnetenvorsteher Michael Wonneberger eine gemeinsame Erklärung aller sieben Fraktionen über deren Positionen zur kommunalpolitischen Arbeit. Als vorrangige Aufgaben werden darin unter anderem die Sanierung des Haushaltes mit seinem Defizit von 190 Millionen Euro und eine neue Struktur in der Stadtverwaltung genannt. Die Fortführung kommunaler Unternehmen sei unter betriebswirtschaftlichen Grundsätzen zu prüfen. Das Carl-Thiem-Klinikum bleibe in städtischer Hand. Die Stadt fördere weiterhin die Kinder- und Jugendarbeit sowie den Breiten- und Spitzensport. Es solle ein Wirtschaftskompetenzteam berufen werden, das Investoren den Weg nach Cottbus ebne.

Im Anschluss betonten die Fraktionschefs vor Journalisten die Hoffnung, dass mit Szymanskis Wahl eine neue Qualität in der kommunalpolitischen Arbeit Einzug hält. In der gemeinsamen Erklärung seien die Gedanken enthalten, mit denen das Parteienbündnis im April für die Lösung der drängenden Probleme von Cottbus und zur Abwahl der damaligen Oberbürgermeisterin Karin Rätzel (parteilos) angetreten sei.

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat unterdessen die umstrittene Versorgungslösung für den bisherigen Verkehrsminister erneut verteidigt. "Es ging darum, dass jemand, der bereit ist, auf einer anderen Ebene zu arbeiten, nicht auch noch doppelt bestraft wird", sagte Platzeck.

Regierungssprecher Thomas Braune sagte, die so genannte "öffentlich-rechtliche Zusicherung" an Szymanski sei von Platzeck, Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) und Finanzminister Rainer Speer (SPD) gezeichnet. Die Zusicherung sei auch für Nachfolger der Landesregierung bindend.