Es seien noch viele Fragen offen.

Fabius hingegen machte erneut den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad für den Einsatz des Nervengifts Sarin sowie für die angeblich 1400 Toten verantwortlich. Die Führung in Damaskus warf dem Westen vor, dem syrischen Volk seinen Willen aufzwingen zu wollen.

Das syrische Außenministerium beschuldigte die UN-Vetomächte USA, Frankreich und Großbritannien, unter dem Vorwand einer politischen Lösung die Krise in Syrien verlängern zu wollen. Dies geschehe etwa durch die Unterstützung von bewaffneten "Terrorgruppen" wie der Al-Qaida-nahen Al-Nusra-Front, hieß es nach Angaben der Nachrichtenagentur Sana in einer Mitteilung.

Bei dem Giftgaseinsatz vom 21. August könne es sich durchaus um eine Provokation von Assad-Gegnern handeln, betonte Lawrow. Er forderte eine genaue Analyse des Berichts sowie Untersuchungen über weitere mögliche Chemiewaffeneinsätze. Moskau ist ein enger Partner des Regimes in Damaskus.

Auch die UN-Vetomacht China will den UN-Bericht zunächst "sorgfältig studieren". Für den Westen hingegen ist die Schuldfrage nun geklärt. "Dieser Bericht beweist die Verantwortung des Assad-Regimes für die Chemie-Attacke vom 21. August", sagte Fabius in Moskau. Frankreichs Präsident François Hollande kündigte an, die Unterstützung für die oppositionelle Syrische Nationale Koalition (SNC) auszuweiten.