Als Grund nennt die Kommission die gestiegenen Anforderungen. Die Pläne stoßen auf Kritik wie Zustimmung. Nach Vorstellung der EU-Kommission sollen die Staaten die Zulassungsvoraussetzung für solche Pflegeberufe von zehn auf zwölf Jahre Schulausbildung anheben. In Deutschland steht nach zwölf Jahren in der Regel das Abitur. Eine vergleichbare Ausbildung soll aber auch anerkannt werden. Nach EU-Angaben sind die zwölf Jahre schon heute in 24 Mitgliedsstaaten vorgeschrieben. In Deutschland müssten die Regelungen geändert werden.

Merkel fordert Konsens im Kosovo

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Serbien und das Kosovo zu einer raschen Lösung ihres Grenzkonflikts im Nordkosovo aufgefordert. Die Regierung im Kosovo müsse nun sehr verantwortungsbewusst handeln und dürfe die Lage vor dem Hintergrund des Grenzkonflikts nicht aufputschen, sagte Merkel am Montag nach einem Gespräch mit Ministerpräsident Hashim Thaci am Flughafen von Pristina, der Hauptstadt des Kosovos. Thaci sagte, das Kosovo sei „entschlossen, das Kapitel des Konfliktes und des Krieges abzuschließen“.

Peter Müller ist jetzt Verfassungsrichter

Bundespräsident Christian Wulff hat den ehemaligen saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller (CDU) am Montag wie geplant zum Richter am Bundesverfassungsgericht ernannt. Das teilte die saarländische Staatskanzlei in Saarbrücken mit. Müllers Nachfolgerin an der Saar, Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), sagte, sie sei stolz und wünsche ihrem Vorgänger alles Gute.

Syrien lässt Beobachter in Protesthochburgen

Das syrische Regime hat nach langem Zögern doch noch einem Plan der Arabischen Liga für ein Ende der Gewalt zugestimmt. Ausschlaggebend war ein Machtwort des wichtigsten Verbündeten, Russland. Die Beobachter würden rund 100 Krisenherde besuchen, kündigte der Generaldirektor der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, am gestrigen Montag in Kairo an.

EU zögert mit Ukraine-Abkommen

Aus Protest gegen die Haftstrafe für die ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko zögert die EU ihre Unterschrift unter ein Assoziierungsabkommen mit der Ex-Sowjetrepublik heraus. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy sagte am Montag nach einem Gipfeltreffen mit dem ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch in Kiew laut Medienberichten, die Unterschrift hänge von Fortschritten in der Ukraine ab. Das geplante Abkommen sieht unter anderen eine Freihandelszone zwischen der EU und der Ukraine vor.