"Die Nachfrage ist auch nach den Winterferien enorm", berichtete die Leiterin der Touristinformation Oberwiesenthal, Heidrun Fischer. Ebenso wie in Carlsfeld, Altenberg und in Schöneck (Vogtland) gibt es dort fast keine freien Quartiere mehr für dieses Wochenende. Kurzentschlossene würden aber noch immer ein Bett finden, hieß es. Der Ski-Betrieb in Oberwiesenthal läuft seit dem 23. November. Bei etwa 1,60 Metern Schnee auf dem 1214 Meter hohen Fichtelberg böten sich Wintersportlern derzeit fantastische Bedingungen in der höchstgelegenen Stadt Deutschlands, bestätigte Fischer. Mehrere Loipen und Waldwege mussten am Dienstag jedoch gesperrt werden, weil zu viel Schnee auf den Bäumen laste. Anfragen für die rund 3800 Gästebetten reichten bis in den März hinein. Ansturm von UrlaubernSeit Dezember 2008 sei der Ansturm von Urlaubern und Tagesgästen nicht abgerissen. An einem Tag zwischen Weihnachten und Silvester musste Oberwiesenthal für Autos sogar komplett abgeriegelt werden, weil die Parkplätze nicht mehr ausreichten. In Carlsfeld ist die weiße Pracht inzwischen bis auf 1,50 Meter angewachsen. "Wir haben soviel Schnee, dass wir nicht mehr wissen wohin damit", gesteht Fremdenverkehrsvereins-Chefin Zapf. Sie spricht von "spitzenmäßiger" Auslastung seit dem 20. Dezember 2008. Sowohl in Carlsfeld als auch in Oberwiesenthal ist Wintersport bis in den April hinein möglich. Auch in Schö neck im Vogtland laufen seit Weihnachten ununterbrochen die Lifte. Nach zwei nahezu ausgefallenen Wintern sei eine gute Saison dringend notwendig gewesen, sagte Silke Weidlich vom Tourismusbüro. Zunehmend kommen auch Gäste aus Oberfranken nach Schö neck. Nach wie vor erkundigten sich erstaunlich viele Menschen nach Wintersportangeboten. "Normalerweise gehen im Februar schon die Anfragen zur Wandersaison ein." Große WettkämpfeDie rund 4000 Betten in Altenberg im Osterzgebirge waren um den Jahreswechsel besonders gut ausgelastet. "Silvester kann eigentlich mehrfach im Jahr sein", sagte Ute Marschner vom Tourist-Info-Büro. Gut frequentiert war die Stadt zudem in den Winterferien und zu drei großen Sportwettkämpfen. Verhalten fällt dagegen die Bilanz von Waltersdorf im Zittauer Gebirge aus, wo derzeit auf dem Kamm bis zu 60 Zentimeter liegen. "Die Ferien liefen nicht wie erhofft", sagte Aline Förster von der Tourist-Information. Es habe deutlich weniger Anfragen als 2007 gegeben. An Tagesausflüglern mangele es aber nicht. dpa/cd